1954 wurde der britische Militärflughafen Weeze/Laarbruch gegründet. Mehrere Staffeln der Royal Air Force, zu Beginn überwiegend Jets vom Typ „Canberra“ starteten regelmäßig zu Übungen und Einsätzen. In den 80er Jahren kamen eine beachtliche Anzahl Tornados nach Laarbruch, über 60 dieser Jets wurden dort stationiert und zuletzt von den Senkrechtstartern „Harrier“ abgelöst.
Zu Spitzenzeiten waren über 2200 britische Soldaten, dazu noch deren Familien, in Laarbruch wohnhaft. Bis zuletzt wird die Airbase, zum Beispiel durch den Bau eines neuen Bunkers auf dem Laufenden gehalten. Als ein Ende der britischen Präsenz absehbar war, gründete man 1993 die „Flughafen Niederrhein GmbH“.
1999 ist der Abzug der britischen Truppen abgeschlossen, wodurch die Region aufgrund vieler verlorener ziviler Arbeitsplätze Schaden nimmt.
Im Jahre 2001 dann erhält der Flughafen nach Übernahme durch einen niederländischen Investor die Betriebsgenehmigung für zivile Flüge, woraufhin 2002 dann umfangreiche Bauarbeiten beginnen.
2003 werden zum ersten Mal zivile Flüge im neu entstandenen Terminal abgefertigt. Der irische Billigflieger Ryanair nimmt im Mai mehrere tägliche Flüge, unter anderem nach London auf. Später nutzt die niederländische Fluggesellschaft V-Bird den Flughafen Niederrhein als Drehkreuz, drei Airbusse werden dort stationiert, und einige innereuropäische Routen zu günstigen Preisen angeboten.
2004 wird die Infrastruktur des Flughafens weiter ausgebaut, so werden zum Beispiel neue Parkflächen geschaffen. V-Bird stellt den Flugbetrieb ein, wodurch der Flughafen an Aufwind verliert. Ryanair expandiert mit neuen Strecken.