Der Flugplatz Tempelhof wurde 1923 nach dem Bau zweier Flugzeughallen eröffnet. Kurz darauf fand der erste Linienflug nach Königsberg statt.
Die Kapazitäten des damals ersten Verkehrsflughafens der Welt werden in den folgenden Jahren stetig erweitert, 1924 wurde bereits die Berliner Flughafen Gesellschaft gegründet.
1934 fiel die Entscheidung für einen großflächigen Ausbau mit einer Aufstockung der Passagierkapazitäten auf 6 Millionen. Zu diesem Zweck wurde in den folgenden Jahren das damals flächengrößte Gebäude der Welt mit einer Länge von 1230m gebaut, dazu entstand ein ovales Flugfeld mit etwa 2 Kilometer Durchmesser.
Während des zweiten Weltkrieges wurde der zivile Luftverkehr in Tempelhof eingestellt. Danach, 1945, wurde der Flughafen erst von sowjetischen Truppen besetzt, dann in amerikanische Hand weitergegeben.
Während der Luftbrücke aufgrund der Blockade Berlins durch die Sowjets hatte der Flughafen eine besondere Bedeutung. 1948/49 kam zeitweise alle 90 Sekunden ein Flugzeug mit wichtigen Versorgungsgütern.
1951 wurde Tempelhof wieder für den Zivilverkehr freigegeben und gelangte nach kurzer Zeit auf den dritten Platz im Passagier Ranking europäischer Flughäfen nach Paris und London, wobei Fluglinien aus den alliierten Staaten den Berliner Zentralflughafen bedienten. Die Fluggastzahlen stiegen stetig an, bis sie 6 Millionen übersteigen bevor der gesamte zivile Verkehr ab 1975 von Berlin-Tegel aus abgewickelt wird.
1990 erhalten die deutschen Behörden wieder die Lufthoheit, somit können nach der Wiedervereinigung nun auch private Maschinen und Fluggesellschaften Nicht-Alliierter Länder in Tempelhof aufschlagen. Zahlreiche Sanierungsarbeiten werden in den folgenden Jahren abgeschlossen nachdem 1993 die Berliner Flughafengesellschaft den Flughafen von der amerikanischen Luftwaffe zurückbekommt.
Trotz zahlreicher neuer Flugverbindungen mit aufgrund der Kapazitätsbeschränkungen kleinem Fluggerät ist Tempelhof nicht rentabel zu betreiben, sodass 2004 eine Schließung beschlossen wird, die jedoch nicht in Kraft tritt.